Abgewrackte Zeichen werden wiederbelebt!

Das Buchstabenmuseum wurde 2005 von
Barbara Dechant und Anja Schulze gegründet. Gesammelt werden Objekte, die semiotisch als Zeichen im ABC funktionieren, quer zu ihrer materiellen Substanz, in der Fülle ihrer Funktionen und in aller ästhetischen Bandbreite. Durch die zunehmende Vereinheitlichung des Stadtbildes verschwinden handwerklich hochwertige Schriftzüge,
Zeichen und Schilder aus dem öffentlichen Raum. Aufgrund des Aussterbens traditioneller Firmen, aber auch der grafischen Überarbeitung von Wortmarken, gehen regionale und historische Zeichen verloren.
Der gemeinnützige Verein des Buchstabenmuseums hat sich die Bewahrung und Dokumentation von Buchstaben zur Aufgabe gemacht, unabhängig von Kultur, Sprache und Schriftsystem. Bewahrt werden neben den einzelnen Objekten auch das Fachwissen über deren Entstehung, Herstellung und Entwicklung. Außerdem werden die persönlichen Erinnerungen von Zeitzeugen vermittelt sowie Kenntnisse über traditionelles typografisches Handwerk.
Bisher gibt es kein vergleichbares Museum, das sich ausschließlich mit dem Buchstaben als inhaltsfreies Zeichen beschäftigt. Geplant ist ein Museum im traditionellen Sinn mit unkonventionellen Präsentationen. Ziel des Buchstaben-
museums ist es, in der Öffentlichkeit das Bewusstsein für Typografie und das Interesse für die Schriftensammlung zu wecken. Die Faszination des Museums besteht im Herauslösen der Objekte aus dem eigentlichen Gebrauchs-
zusammenhang und wird zukünftig viele Besucher begeistern: vom ABC-Schützen bis zum akademischen Zeichentheoretiker, vom Street-Art-Künstler bis
zum Designenthusiasten.
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Barbara Dechant und Anja Schulze sammeln Buchstaben und sollen ABC-Schützen genauso wie akademische Zeichentheoretiker
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Seit ihrer Kindheit sammelt